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Alpen Monitoring |
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Monitoring Institute for Rare Breeds and Seeds in Europe
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Studien betreffend "Landwirtschaftliche Genressourcen der Alpen" Im Alpenraum mit seinen unterschiedlichen Landschaftskammern und seinen in mancher Hinsicht erschwerten Produktionsbedingungen entwickelte sich eine grosse Vielfalt an Rassen und Sorten, die als besonders anspruchslos und robust bezeichnet werden können. Diese sind gerade deshalb besonders interessant, weil sie sich - im Gegensatz zu den gängigen Zuchtlinien - an hochalpines Gelände, grosse Sonnen-einstrahlung und kurze Vegetationszeiten angepasst haben. Der bekannte Forscher N.I. Vavilov beschrieb deshalb die Alpen als "sekundäres Genzentrum". Glücklicherweise hat der Verdrängungsprozess durch Leistungszuchten in den Alpen wesentlich später eingesetzt, so dass einige der traditionellen Tierrassen und Pflanzensorten bisher überlebt haben. Noch immer gilt im Alpenraum, dass in erster Linie robuste Tiere und Pflanzen wichtig sind. Um für trockene oder nasse, kalte oder warme Jahre gewappnet zu sein, ist auch heute noch eine grosse Vielfalt, besonders an Nutzpflanzen, von Bedeutung. Nicht Höchstleistung zählt in den Bergen, sondern ein guter Durchschnittsertrag. Aus dieser Erkenntnis heraus erarbeitete die Schweizer Stiftung Pro Specie Rara auf Initiative der CIPRA und finanziert durch die Bristol-Stiftung 1992/93 die Studie "Landwirtschaftliche Genressourcen der Alpen". Diese erste internationale Arbeit deckte das ganze Gebiet zwischen den französischen Meer-alpen und Slowenien ab. Erfasst wurden nicht nur die gefährdeten Nutztierrassen und Kulturpflanzen, sondern auch die zu deren Erhaltung ins Leben gerufenen Initiativen und der nicht abgedeckte Handlungsbedarf. So wurden auf dem Nutztiersektor rund hundert gefährdete Rassen mit einem Bestand von weniger als 1'000 Tieren identifiziert, bei denen in 40% der Fälle keine Erhaltungsinitiativen bestanden. Eine wesentliche Schlussfolgerung der Studie war, die "Momentaufnahme 1993" in eine "Dauerbeobachtung" zu überführen, da sich die Situation der gefährdeten Rassen und Sorten laufend ändere. Um negative Entwicklungen rechtzeitig erkennen zu können, sei die Einrichtung eines wirksamen, grenzüberschreitenden Monitoringsystems von grösster Wichtigkeit. Diese Einrichtung erfolgte dann ab 1995 mit dem Aufbau des "Monitoring Institutes for Rare Breeds and Seeds in Europe" in St.Gallen. Mitte 1999 beauftragte die CIPRA - wieder mit Finanzierung durch die Bristol-Stiftung -das "Monitoring Institute", eine Aktualisierung der Studie vorzunehmen und die Situation der Kulturpflanzen vertieft zu bearbeiten. Aus der ursprünglich vorgesehenen "Aktualisierung" wurde eine völlige Neubearbeitung, hatten doch in den verschiedenen Ländern nicht nur die Zahlen der Restpopulationen geändert, sondern die ganzen rechtlichen und politischen Leitplanken. Die neue Studie weißt einen zu grossen Textumfang auf, um in voller Länge (2 Bände) publiziert zu werden. Zusammen mit den Auftraggebern hat das Institute entschieden, nur die Synthese in fünf Sprachen zu publizieren und den Gesamttext in englischer und deutscher Fassung als CD-ROM beizulegen. Da das Werk wohl ohnehin von niemandem in ganzer Länge gelesen wird, wurde es von Anbeginn als Nachschlagewerk konzipiert. Die Lösung mit der CD-ROM dürfte wohl nachfragegerecht sein. Mit den eingebauten Suchhilfen kann man auf dem Volltext der CD-ROM problemlos nach bestimmten Begriffen suchen oder einfach herumsurfen. Die aufgeführten Webadressen und eMail-Adressen sind aktiviert, so dass beim Anklicken der Browser oder das eMail-Programm automatisch die gewünschte Verbindung herstellt. Die Synthese kann in den vier Alpensprachen und in Englisch von der Projektseite des Monitoring Institutes als PDF-File heruntergeladen werden. Die kartonierte Ausgabe Nr. 11 der Bristol-Schriftenreihe umfasst 178 Seiten mit 98 farbigen Abbildungen und CD-ROM. Sie kann für EUR 24.-/CHF 36.- über jede Buchhandlung bezogen werden (ISBN 3-258-06669-8).
Landwirtschaftliche Genressourcen der Alpen im Langzeit-Monitoring: Das Alpen Delphi Im Rahmen der oben genannten Studien ergab sich ein dringender Bedarf zur Entwicklung einer dauerhaften, einfach zu handhabenden Monitoringstruktur, die zudem mit einem Frühwarnsystem ausgerüstet sein sollte. Es versteht sich von selbst, daß eine Studie mit dem Ausmaß der beiden vorangegangenen nicht alle 2 Jahre durchgeführt werden kann. Das Ziel, alpine Agrobiodiversität zu beobachten, impliziert das Monitoring der gesamten Landwirtschaft. Bestandeszahlen und Daten zu bewirtschafteten Flächen sind wichtig, jedoch nicht der einzige zu berücksichtigende Faktor. Nach umfangreichen Recherchen und Tests von Indikatoren wurde deutlich, dass die allgemein zugänglichen Daten zur Dauerbeobachtung der Entwicklung der Agro-Biodiversität nicht ausreichen. Es wurde deshalb ein gänzlich anderer Ansatz verfolgt: Eine Expertenbefragung als Delphi-Umfrage. Mit der Delphi-Methode konnte auch den Zielen Vernetzung von Organisationen und Institutionen, Dokumentation und Aktualisierung relevanter Daten und Aufbau eines Frühwarnsystems für stark gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen besser entsprochen werden. Hier können die Resultate der Studie von 2004-2007 herunter geladen werden: =>
ALM_Final_Report.pdf
(englischer
Schlussbericht 2007, PDF, 1.5
MB)
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![]() Die Erstausgabe der Studie von 1993/95 auf deutsch-französisch-italienisch-slowenisch (544 Seiten mit zahlreichen Farbfotos) ist noch erhältlich und kann zum reduzierten Preis von Euro 20 (plus Versandkosten) über eMail bezogen werden.
Aktualisierung der Studie 2001/2003 Bestellungen bei jeder Buchhandlung unter ISBN 3-258-06669-8 oder beim Haupt Verlag, Falkenplatz 14, CH-3001 Bern (http://www.haupt.ch). Preis: EUR 24.-/CHF 36.- (plus Versandkosten).
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SAVE Head
Office office(at)save-foundation.net
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15.12.2007
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