Karpaten Workshop

Monitoring Institute for Rare Breeds and Seeds in Europe

 

 

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Workshop-Bericht "Rare Breeds and Plant Varieties in the Carpathian mountains"

In den Berggebieten Europas - mit ihren unterschiedlichen Landschaftskammern und den in mancher Hinsicht erschwerten Produktionsbedingungen - entwickelte sich eine grosse Vielfalt an landwirtschaftlichen Nutztierrassen und Kulturpflanzen. Diese passten sich in generationenlanger Zuchtarbeit sowohl an die Bedürfnisse der Menschen als auch an die Gegebenheiten ihrer Umgebung an. Sie stellen ein wertvolles genetisches und kulturelles Erbe dar, das allerdings durch die moderne Leistungszucht bedroht ist. Die Gefahr ist gross, dass nun auch in den Berggebieten zahlreiche Rassen und Sorten gänzlich verschwinden und mit ihnen wertvolles Erbgut wie Berggängigkeit, hohe Fruchtbarkeit, Robustheit, Kältetoleranz und Krankheitsresistenzen, um nur die wichtigsten zu nennen.

Die Karpaten stellen ein wichtiges Rückzugsgebiet der biologischen Vielfalt dar. Zur allgemeinen Gefährdung der Vielfalt kommt in den mittel- und osteuropäischen Ländern noch die rasche wirtschaftliche Umstrukturierung der Landwirtschaft im Rahmen der Privatisierungsbemühungen. Rasches Handeln ist angezeigt. Vorausarbeiten wurden bereits in den Westkarpaten (Beskiden, Hohe und Niedere Tatra) in Polen und der Slovakei an die Hand genommen. So wurden letzte Bestände des ausgestorben geglaubten Tatra-Zwergrindes aufgespürt und ein Erhaltungsprojekt für die letzte Herde des reinrassigen Podgorska-Rotviehs in den polnischen Beskiden an die Hand genommen. Vertreter von SAVE Foundation und des Monitoring Institutes unternahmen zudem "Fact finding missions" nach Transkarpatien und Rumänien.

Zum Auftakt der Hauptarbeiten am Projekt Karpaten-Monitoring wurde ein Workshop zur Erhaltung der Agro-Biodiversität in den Karpaten durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der rumänischen Genbank in Suceava/Rumänien versammelten sich vom 26.-28. Mai 1999 rund 30 Fachleute der Karpatenländer (Polen, Slovakei, Ukraine, Ungarn und Rumänien) und berieten Situation, Entwicklung und Erhaltungsstrategien. Vor allem interessierten:

  • Abschätzung der Grösse und der Entwicklung der Restpopulationen gefährdeter Nutztierrassen und Kulturpflanzen, sowie deren Lokalisierung
  • Diskussion der Probleme um Zucht und Gefährdung
  • Feststellung des Handlungsbedarfes

Der Workshop ergab detaillierte Handlungsprioritäten. Klar bejaht wurde die dringende Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Erhaltung der gefährdeten Agro-Biodiversität. Die Teilnehmer erklärten sich bereit, im Rahmen eines internationales Netzwerkes mitzuarbeiten. Weitere Meetings sollen abwechselnd in den verschiedenen Karpatenländern stattfinden.

Der 112-seitige bebilderte Workshop-Bericht liegt in englischer Sprache vor. Der => Synthese-Bericht in fünf Sprachen und eine englische Einführung in den Workshop kann hier heruntergeladen werden (PDF-Datei, 815 KB).

Der 112-seitige, bebilderte Gesamtbericht (in englischer Sprache) kann beim SAVE Head Office oder beim Monitoring Institute (Schneebergstr. 17, CH-9000 St.Gallen) gegen Einsendung von Euro 35 in Noten (Bericht Euro 25, Verpackung/Versand Euro 10.-) bestellt werden.

 

 

Der selten werdende Karpatenbüffel ist der einzige Vertreter der Wasserbüffel, der sich an harsches Klima und steinige Böden akklimatisiert hat. Beispiel einer Genressource, die unbedingt zu erhalten ist

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SAVE Head Office
Joseph-Belli-Weg 5
D-78467 Konstanz
Deutschland

office(at)save-foundation.net

 

 

 

 

 

5.12.2003