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Aktuell 2/2008 |
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SAVE Foundation und SAVE Netzwerk
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=> Link zum SAVE eNews Archiv (vierteljährlich erscheinende PDF-Ausgaben von "Aktuell")
eNews:
Dagene und SAVE Jahrestreffen 2008 in Kozard, Ungarn SAVE Foundation und das SAVE Netzwerk konnten von 12.-14. Juni zusammen mit der Dagene - "Association for the Conservation of Animal Breeds in the Danubian Region" - ihr Jahrestreffen in Ungarn durchführen. Kozard, ein kleines Dorf nordöstlich von Budapest, ist ein Musterbeispiel für ein gelungenes Projekt ländlicher Entwicklung in Ungarn und ein exzellenter Konferenzort für beide länderübergreifenden Organisationen. ![]() der Organisator Pal Hajas beim Vorstellen des Apple Valleys von Kozard 15 Jahre SAVE
Foundation In der offenen Sitzung der Projektkommission wurden neben diversen laufenden Projekten auch die Fortschritte im Arca-Net und ELBARN, Entwicklungen bei diversen Aktivitäten und Projekten vorgestellt und besprochen. Mit 10 Stiftungsräten aus 8 Ländern wurden die Beschlüsse für das nächste Projektjahr in der Sitzung des Board of Directors gefasst. Riccardo Fortina, R.A.R.E:, Italien, wurde für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Der European Agrobiodiversity Day (EAD) wird nun ab 2008 regelmäßig am 29. September, dem St. Michaels Tag, durchgeführt werden. Ergänzende Richtlinien für die Aufnahme von Institutionen in das Arca-Net (www.arca-net.info ) wurden intensiv diskutiert und beschlossen. Eine Sonderausgabe der SAVE eNews, in denen sich alle Partner mit ihren aktuellen Aktivitäten vorstellen, wurde neben vielen weiteren Beschlüssen und produktiven Diskussionen angeregt. Vermarktung
traditioneller Nutztiere & Kulturpflanzen im
Tourismus Ein Abend mit traditioneller ungarischer Folklore und lokalen Produkten von Mangalitzaspeck und -braten bis zu verschiedensten Broten, Früchten und Kuchen sowie lokalen Getränken rundete die Konferenz kulturell und kulinarisch perfekt ab. Im Anschluss fand eine gemeinsame Exkursion statt, an der wiederum diverse lebende Beispiele vom Tier zum Produkt, vom Bauernhof zum Tourismuskonzept erlebt werden konnten. Ein herzlicher Dank an dieser Stelle den Organisatoren vor Ort, insbesondere an Pal Hajas, von der Agroservice Group "EurAgro", für die perfekte Organisation.
Crop Wild
Relatives "Crop Wild Relatives"(CWR) sind mit Nahrungs- und Futterpflanzen verwandte Wildarten. Im weiteren Sinne können hierzu alle Pflanzen mit sozioökonomischer Bedeutung wie Forst- und Zierpflanzen, Industriepflanzen, Aroma- und Medizinalpflanzen etc. gerechnet werden. Die genetische Vielfalt von CWR ist essentiell für die Pflanzenzüchtung und von großem wirtschaftlichen Wert. CWR sind ferner essentielle Komponenten von natürlichen und semi-natürlichen Habitaten weltweit (siehe http://www.pgrforum.org/index.htm). Das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD) und der Internationale Vertrag über die Pflanzengentischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (International Treaty) verpflichten die Unterzeichnerstaaten, den Schutz genetischer Vielfalt im natürlichen Lebensraum zu fördern. Daher sind die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, eine nationale Unsetzungsstrategie zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der CWR zu erarbeiten. Verschiedene europäische Staaten haben bereits nationale Listen mit CWR zusammengestellt (Finnland, United Kingdom, etc.). 60-90% der einheimischen Flora eines Landes können gemäss diesen Untersuchungen zu den CWR gezählt werden. In der Schweiz wird derzeit unter Federführung der Schweizerischen Kommission zur Erhaltung der Kulturpflanzen (SKEK) eine nationale Umsetzungsstrategie zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von mit den Kulturpflanzen verwandten Wildarten (CWR) erarbeitet: Es werden Handlungsfelder definiert, in denen Kriterien zum Erhaltungswert und der Erhaltungsdringlichkeit von CWR in der Schweiz erarbeitet und gewichtet werden. Bereits in der Ad hoc Gruppe zur Erarbeitung des Konzeptes wird eine enge horizontale und vertikale interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Erhaltungsorganen der Kulturpflanzen realisiert. So werden Synergien ge-nutzt und Doppelspurigkeiten in der Erhaltungsarbeit verhindert. Eine prioritäre Frage ist, für welche Arten die Schweiz eine besondere Verantwortung trägt. Ca. 60-80% der Schweizer Flora können als CWR-Arten eingestuft werden. Daher werden Kriterien für eine prioritäre Liste entwickelt und eine Gewichtung vorgenommen. Eine Positivliste wird mit den bereits existierenden Listen "Crops of Switzerland", der Aroma- und Medizinalpflanzen etc. abgeglichen. Die Gefährdungslisten der Schweizer Flora (http://www.zdsf.ch/index.php?page=roteliste) sowie bestehende Inventare von Wildarten zeigen dann auf, wo Handlungsbedarf bestehen könnte. Alpine Pflanzen und hier besonders die Aroma- und Medizinalpflanzen könnten eine herausragende Rolle für die Erhaltungsarbeit der Schweizer CWR spielen. Die konzeptionelle Arbeit soll bis Ende das Jahres 2008 abgeschlossen sein. Für weitere Informationen: http://www.cpc-skek.ch.
Konferenz: Die Konferenz, die vom 20.-21.5.2008 in Bozen stattfand, wurde von der Alpenkonvention in Kooperation mit dem Monitoring Institute und der Autonomen Provinz Bozen organisiert. Inhaltlicher Ausgangspunkt der Konferenz war das Protokoll "Berglandwirtschaft" der Alpenkonvention. Die Konferenz stützte sich ebenfalls auf die Kern-Studie des SAVE-Monitoring Institutes "Alpine Delphi: Langzeitmonitoring von Agro-Biodiversität in der Alpenregion". Viele interessante Themen bezüglich Agrobiodiversität in der Alpenregion wurden beleuchtet und diskutiert: die Signifikanz von Agrobiodiversität für die Region Alto Adige, Strategien und Förderung, langfristiges Monitoring in der Alpenregion, die "Alpine Delphi" Studie, das Protokoll "Berglandwirtschaft" der Alpenkonvention und das Alpenbeobachtungs- und Informationssystem ABIS/SOIA. Während des 2.Teiles des ersten Tages lag der Fokus auf langfristiger Unterstützung und Monitoring von Agrobiodiversität sowie der Identifikation wichtiger Themen und zukünftiger Herangehensweisen. Der zweite Tag der Konferenz war spezifischen Aktivitäten im Bereich der Agrobiodiversität im Alpenraum gewidmet. ![]() Jean Gault, Sard-M, FAO Während der Diskussionen wurden die wichtigsten und kontroversesten Themen in Bezug auf Agribiodiversität im Alpenraum identifiziert. Aus diesen Diskussionen zwischen Vereinen, Forschungsinstitutionen und anderen Akteuren entwickelten sich die folgenden Themen:
Während der Konferenz kamen auch andere Themen auf, wie:
Als Anschlussmaßnahme dieser Konferenz evaluiert SAVE Foundation die Möglichkeiten, Akteure über die Schaffung eines "Alpine-Net" als Teil der SAVE Website http://www.agrobiodiversity.net/alps/ zu vernetzen. Ein Konzept für die Sammlung und Lagerung traditionellen Wissens - das Wissen, das mit den traditionellen Nutztieren und Kulturpflanzen verbunden ist - wird derzeit entwickelt. Das SAVE-Monitoring Institute ist ausgesprochen dankbar für die Möglichkeit, die die Alpenkonvention und die Autonome Provinz Bozen mit der gemeinsamen Durchführung dieser Konferenz geboten haben, und freut sich auf gemeinsame zukünftige Arbeit an diesen Themen.
Bewertung von 5 aktuellen Herdbuch Software Programmen mit Stammbaum-Analyse Innerhalb von Erhaltungsprogrammen für gefährdete Arten ist einer der wichtigsten Aspekte den Inzuchtanteil in einer Population gering zu halten. In diesem Artikel stellen wir 5 Software Programme vor, die Ihnen beim Management Ihrer Population nützlich sein könnten. Die vorgestellten Programme wenden sich mit verschiedenen Schwerpunkten an unterschiedliche Zielgruppen. Aufgrund der
Komplexität der Software beschreiben wir hier nur kurz
die Programme zu einer ersten Orientierung. Der umfassendere
Vergleich der Programme mit ihren technischen Details in
einer Liste kann von folgender URL herunter geladen
werden: Tierdatenbank
ZVSN Breeders
Assistant ENDOG Optimate PEDSYS Zusammenfassung Falls lediglich eine kleine Population zu betreuen ist und die Kosten eine große Rolle spielen, kann Optimate eingesetzt werden. Falls weitergehende genetische Analysen durchführt werden sollen und falls einige Erfahrungen in Statistik vorliegen, könnten PEDSYS oder ENDOG favorisiert werden. Falls der Schwerpunkt auf einem Erhaltungsprogramm liegt und die Computer- und Datenverarbeitungskenntnisse und die Analysemöglichkeiten hinsichtlich der Inzucht nicht so weitreichend sind, empfiehlt sich die Tierdatenbank ZVSN inklusive eventuellen direkten Support. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Datenbank nach Ihren Wünschen angepasst werden kann (kostenpflichtig). Für ein weitergehendes Management einer Tierpopulation inklusive tiermedizinischer Daten, einem adäquaten Berichtswesen sowie einem Kontakt Verwaltungsbereich, gepaart mit eher geringen Computerkenntnissen empfiehlt es sich, etwas Geld für eine proprietäre Software wie dem Breeders Assistent auszugeben.
Kurznachrichten Neue EU-Richtlinie zur
Zulassung von Landsorten Balkan Workshop über
Kurzhornrinder Ergebnisse des ELBARN
Workshops Kutna Hora publiziert Arca-Net und Fruit-Net
zeitweise weg vom Netz
Buchbesprechung ALBC, die "American
Livestock Breeds Conservancy" hat das Buch "Managing Breeds
for a Secure Future" publiziert. Das 220 Seiten umfassende
und illustrierte Buch zeigt eine Fülle von
Erhaltungs-Strategien für gefährdete Rassen und
ist ein gutes Handbuch für Züchter und
Zuchtorganisationen. Kosten: $ 22.95, plus Versand.
Bestellung bei ALBC, PO Box 477, Pittsboro, North Carolina
27312 USA
Veranstaltungen (Auszug) 24. August: 12. Jahres-Expo "Lebendiges Erbgut" in der Provinzdomäne Puyenbroeck in Wachtebeke, Gent, Belgien. Alle gefährdeten belgischen Rassen werden aufgeführt. Kontakt: staf.vandenbergh@skynet.be, Web: http://www.sle.be 24.-27. August: 59. EAAP Meeting mit Satelliten-Workshop "Verbindung von Erhaltungs-NGOs mit Professionals", Vilnius, Littauen. Kontakt: rbi_office@agro.auth.gr 8.-12. September: Europäische Konferenz "Ökologische Wiederherstellung" mit Austausch von Wissen, Erfahrungen und die Weitergabe von good practices für Natura 2000 Gebiete. Ghent, Belgium. Kontakt: ser2008@semico.be, Web: http://www.ser2008.be/ 9.-12. September: IV Balkan Symposium über Gemüse und Kartoffeln. Plovdiv, Bulgarien. Kontakt: krasteva.liliya@gmail.com, Web: http://www.4bsvp.org 11.-13. September: Expertentreffen und Workshop "Notwendigkeiten für die Weiterzucht gefährdeter Kurzhorn-Rinder in den Balkanländern (Busha-, Prespa-, Rodopen- und illyrische Rinder)", Pogradec, Albanien. Kontakt: info@monitoring.eu.com 13. September: Spezialitätenfest "Sortenvielfalt erleben und geniessen". 20 Organisationen stellen Raritäten rund um Obst, Gemüse, Wein und Getreide vor. Wädenswil, Schweiz. Kontakt: julia.angstl@zhaw.ch, Web: http://www.spezialitaeten-fest.ch 14.-18. September: 7. RBI Konferenz "Einfluss der Globalisierung auf tiergenetische Ressourcen. Hanoi, Vietnam. Kontakt: rbi_office@agro.auth.gr 18.-20. September: VI Iberischer Kongress über gefährdete Nutztierrassen, Lissabon, Portugal. Kontakt: sprega.pt@gmail.com, Web. http://www.sprega.com.pt/sprega.html 27.-28. September: 6. Regionale Regionale Balkan-Messe "Agrobiodiversittät und ländliches Erbe", Dimitrovgrad, Serbien; Schau von alten Balkan-Rassen. Kontakt: balkanika@ptt.yu 29. September: "Europäischer Tag der AgroBiodiversität (EAD). PR-Anlass zum Thema "Arche- und Rettungs-Stationen". Verschiedene Aktivitäten der SAVE Netzwerk-Organisationen in ihren jeweiligen Ländern. Kontakt: info@monitoring.eu.com 5.-14. Oktober: 4. IUCN World Conservation Congress "Eine vielfältige und nachhaltige Welt", Barcelona, Spanien. Kontakt: congress@iucn.org, Web: http://www.iucn.org/congress/2008/congress.htm 15.-18. Oktober: Film Festival "Pastoralismes et Grands Espaces" in Les Adrets (bei Grenoble), Frankreich. Kontakt: festival7laux@tiscali.fr, Web: http://www.alpages38.org/festival7laux/ 23. - 27. Oktober: 3. Terra Madre Welttreffen und Salone del Gusto (SlowFood), Turin, Italien. Kontakt: terramadre@slowfood.it, Web: http://www.terramadre.info 25.-26. Oktober: Ausstellung "Kartoffeln aus aller Welt". Torriglia (bei Genua), Italien. Kontakt: scrivi@quarantina.it, Web: http://www.quarantina.it/expo2008.htm 11. Nov.: Fachtagung "Erhaltung der Sortenvielfalt - Regeln für die Schweiz und Europa" (Simultanübersetzung deutsch-französisch) in Bern, Schweiz. Kontakt: catherine.gosteli@cpc-skek.ch 14.-16. November: 8. Internationales Pomologen-Treffen, Beratzhausen, Lkr Regensburg, Bayern. Kontakt: josef.wittmann@gmx.de
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Weitere Auskünfte sind erhältlich bei:
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22.7.2008 |
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SAVE Head
Office office(at)save-foundation.net
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