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Aktuell 2/2009 |
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SAVE Foundation und SAVE Netzwerk
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=> Link zum SAVE eNews Archiv (vierteljährlich erscheinende PDF-Ausgaben von "Aktuell")
eNews:
Schlussbericht Phase II, 2005-2008
Rückblick In den Karpaten blieben zahlreiche traditionelle Agrar-Oekosysteme erhalten, in denen bis heute auch alte Nutztierrassen und Kulturpflanzen überlebten. Diese Agro-Biodiversität ist durch den Übergang auf westliche intensive Landwirtschaftssysteme gefährdet. Mit Unterstützung des Schweizer Bundesamtes für Umwelt BAFU (damals BUWAL) und der Gsell-Stiftung Basel konnte die erste Phase des Karpatenprojektes 1999 mit einem Workshop in Suceava, Rumänien, abgeschlossen und ein viel beachteter Bericht veröffentlicht werden, der den Handlungsbedarf in den Karpaten erstmals dokumentiert (Rare Breeds and Plant Varieties in the Carpathian Mountains &endash; Monitoring and Conservation Strategies", ISBN 3-907866-60-6). Im Mai 2003 wurde die Karpatenkonvention von den Vertragsstaaten unterzeichnet. Bei den Vorbereitungsarbeiten wurde SAVE Foundation über das Karpatennetzwerk von der UNEP beigezogen. In Artikel 11 ist der Schutz der Agro-Biodiversität unter dem Titel "Cultural heritage and traditional knowledge" verankert. Die zweite Phase in den Jahren 2005-2006, wiederum mit finanzieller Unterstützung des BAFU, umfasste die folgenden Aktivitäten:
Aus sprachlichen und logistischen Gründen wurden die Karpaten in den sla-wischsprachigen Nordteil und den rumänischen Südteil aufgeteilt. Ein Hauptaugen-merk bei den weiteren Arbeiten galt dabei der Karpato-Ukraine (insbesondere dem südlichen Teil "Transkarpatien"), da sich die Ukraine als einziger Karpatenstaat nicht auf eine EU-Mitgliedschaft abstützen kann. Rechenschaftsbericht 2007 und 2008 Vernetzung der
Stakeholder
Obst und Beeren Die Mustersammlung in Bojkovice in den mährischen Weissen Karpaten wird durch eine Mispel-Vergleichssammlung (Mespilus germanica, vgl. Bild) ergänzt. Inzwischen wurden rund 12'000 Bäume mit alten Sorten veredelt und an Interessenten abgegeben. In Bakta, Ukraine, ist eine Sammlung mit alten transkarpatischen Obstsorten im Aufbau. In Polen, Ungarn und der Slowakei ist mindestens je eine weitere Sammlung mit regionalen Sorten geplant. Schwerpunkt Ukraine Die Huzulpferde stammen aus den ukrainischen Karpaten. Die noch vorhandenen Tiere weisen den ursprünglichen Typus mit teilweise Zebrierung an den Beinen und Aalstrich auf. Der Huzul Zuchtverein betreut derzeit 120 Tiere, die nun staatlich registriert werden können. Ein erstes Arche Zentrum mit agrotouristischen Einrichtungen ist derzeit im Aufbau: neben Huzul Pferden sind auch Karpatenbüffel und karpatische Bergschafe zu sehen. Ein Sicherungsdoppel der oben erwähnten Obstsammlung wird das Bild abrunden. Die Bestandeszahlen der Karpatenbüffel sind abnehmend. Drei noch bestehende Zuchtgruppen brauchen dringend eine Blutauffrischung mit reinrassigen Karpatenbüffeln aus Rumänien. Die Büffel können zur Beweidung in einem Biosphärenreservat eingesetzt werden. Die transkarpatische Zucht wird in das neue Wasserbüffel-Netzwerk Südosteuropa integriert (Teil des Balkan-Projektes von SAVE-Monitoring Institute).
Schwerpunkt
Rumänien Mocanitsa Zwergrinder konnten in den südwestlichsten Karpaten wieder aufgefunden werden. Die Suche nach Stocli Schweinen wird fortgeführt. Netzwerk von
Arche-Zentren Aussichten / Nachhaltigkeit Die jetzt abgeschlossene Phase II des Karpatenprojektes brachte eine erfolgreiche und nachhaltige Vernetzung der Stakeholder auf allen drei Ebenen: Züchter, Universitäten, Verwaltung. Es soll nach Möglichkeit über eine weitere Projektphase 3 ausgebaut und intensiviert werden. Chancen bietet hier vor allem das "Arche-Netzwerk", das verdichtet und in die Entwicklung von Zuchtstrategien eingebunden werden soll. In der angestrebten Folge-Phase 3 soll eine holistischen Betrachtung stärker gewichtet werden. Ein Schwerpunkt wird die Entwicklung des ländlichen Raumes darstellen, um die Abwanderung der Bevölkerung aufzuhalten. => Vollständiger
Bericht:
Diskussionen mit Stakeholdern aus ganz Europa
Das Frühjahr 2009 war sehr arbeitsintensiv aber produktiv für das SAVE-Team und die ELBARN Projektpartner. Vier Workshops wurden durchgeführt, zwei im März in Gent, Belgien, und Roznov, Tschechische Republik, einer im April in Legnaro, Italien, und einer im Mai in Blagoevgrad, Bulgarien. Ein breites Spektrum von Stakeholdern aus fast jedem europäischen Land war vertreten - von Ministern und Professoren bis hin zu NGOs und Haltern. Jeder Workshop war nach gleichem Muster aufgebaut und hatte das gleiche Ziel: die Diskussionen zu einem Aktionsplan für ELBARN in der Region zu führen. Die Workshops begannen mit einer Einführung in das Projekt und die bereits geleistete Arbeit. Die wichtigsten Aspekte, Leitlinien für Rettungs- und Erhaltungsmassnahmen, Zuchtrichtlinien, Ark- & Rescue-Centers sowie Marketing wurden erläutert. Eine Zusammenfassung der vorläufigen Ergebnisse des ELBARN Fragebogens führte zu interessanten Diskussionen im Plenum. Gastredner gaben weiter inputs: Regelungen und Gesetzte zu gefährdeten autochthonen Rassen und Seuchenzüge wurden durch Vertreter der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und der EU-Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz (DG SANCO) erläutert. Die Inhalte dieser Präsentationen wurden auch in den anderen Workshops kommuniziert, damit in allen Regionen der gleiche Informationsstand gewährleistet werden konnte. Weitere Themen waren: Erfahrungen mit Epidemien, Stand der Erhaltungsbemühungen, Arche-Höfe, Rückverfolgbarkeit der Produkte, Rechtsvorschriften zur Lebenderhaltung, Produkt-Marketing etc. Die Arbeitsgruppen bearbeiteten dann die Themen Rescue Centres, Zucht- und Erhaltungsmassnahmen und Nachhaltigkeit. Ein jeweils vorbereiteter Fragenkatalog diente in jeder Gruppe als Diskussionsgrundlage. Nach diesen Gruppendiskussionen wurden die Fragen im Plenum weiterdiskutiert. Die Ergebnisse sind Grundlage für die Area Action Plans, die derzeit von den ELBARN Projektpartnern erarbeitet werden. In den lebhaften Diskussionen wurden neue Ideen zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. Definitionen und / oder Lösungen wurden erarbeitet, die das Projekt an Sich und die Erhaltung autochthoner Nutztierrassen und -varietäten generell einige Schritte weiterbrachten. ![]()
Hier einige der wichtigsten vorläufigen Ergebnisse: Thema 1: Rescue
Thema 2: Arche-Zentren
Thema 3: Zucht
Thema 4: Marketing
Das ELBARN Projekt ist jetzt in seinem letzten Jahr. In diesem werden die Area Action Plans erarbeitet. Eine der wichtigsten Aufgaben wird die Verifikation der Daten aus dem Questionnaire, sowie die Vervollständigung der Rassebeschreibungen sein. Wichtig ist ferner der regelmässige Kontakt mit den Personen, die ihr Interesse an dem Projekt zeigten. Ziel ist die Formierung von Arbeitsgruppen (via Mailing-Listen) zur Förderung der Area Action Plans und des Konzeptes der Arche- und Rescue Zentren. ELBARN hat als dreijähriges Projekt begonnen, aber es muss in die Zukunft transferiert werden durch Umsetzung des Konzeptes in dauerhafte Maßnahmen. => Die ELBARN Richtlinien sowie alle Präsentationen aus den Workshops können auf www.elbarn.net heruntergeladen werden. Print-Versionen sind ebenfalls verfügbar.
20. - 23. August 2009, in Gent, Belgien Das nächste Jahrestreffen von SAVE Foundation und des europäischen SAVE Netzwerkesfindet findet vom 20. -23. August 2009 in Gent, Belgien, statt. Es wird von der belgischen Organisation Steunpunt Levend Erfgoed SLE organisiert. Das Treffen wird durch eine Präsentation bei der EU-Kommission in Brüssel eingeleitet, bevor in die historische und attraktive Stadt Gent gewechselt wird. Die Jahrestagung wird eine internationale Tagung zum Thema "Innovative Aspekte für die In-Situ-Erhaltung" (mit Gastrednern) enthalten. Nachdem die SAVE-Gremien getagt haben, wird es möglich sein, die SLE-Expo in Wachtebeke zu besuchen. Die Ausstellung bringt eine große Auswahl an in- und ausländischen alten Tierrassen und eine Vielzahl von alten Fruchtsorten. Mehrere Tausend Besucher werden erwartet, um die renommierten Tiere zu bewundern und den Geschmack der Früchte zu genießen. Ein Shuttle zwischen den Veranstaltungsorten wird organisiert. Vorläufiges Programm: Donnerstag, 20.
August Freitag, 21. August Samstag, 22. August Sonntag 23. August => Link zur Information und Anmeldung: www.save-foundation.net/pdf/SAVE_2009.pdf ![]()
Europäischer Tag der Agrobiodiversität (EAD): 29. Sept. 2009 "Arca-Net - das europäische Arche-Netzwerk" ist das Motto des diesjährigen Europäischen Tages der Agrobiodiversität (EAD). Unter diesem Motto sollen all die City Farms, Arche-Höfe, Parks, Naturschutzreservate etc. bekannt gemacht werden, die intensiv daran arbeiten, Agrobiodiversität zu fördern, indem sie diese der Öffentlichkeit zeigen. Sensibilisierung der Öffentlichkeit ist wichtig! Das öffentliche Bewusstsein für die enorme Vielfalt der Rassen und Sorten in der europäischen Landwirtschaft ist immer noch gering. Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit hilft auf allen Ebenen: Es unterstützt Produzenten traditioneller Produkte, einen Markt zu finden und erinnert die Politiker daran, ihrer internationalen Verpflichtung nachzukommen, Strategien zum Schutz der nationalen Agrobiodiversität zu entwickeln. Arca-Net wurde von SAVE Foundation als Online-Handbuch mit Informationen über die "Arche Institutionen" in ganz Europa aufgebaut. Die aktuelle Version ist abrufbar unter www.arca-net.info. Als Teil des Projekts ELBARN wurde Arca-Net weiter ergänzt und verbessert. Unter www.elbarn.net (Rubrik "Ark-Network") sind alle Institutionen auf einer zoombaren Google-Karte verzeichnet. Eine neue Website-Version geht in Kürze online. => Link zum EAD-Dossier 2009: www.save-foundation.net/EAD/EAD_de.htm ![]() Kurznachrichten European Environmental
Bureau: Seminar zur Biodiversität 15. Mai 2008,
Brüssel Parlamentarischer Offener
Tag im ungarischen Parlament vom 22. Mai 2009
Veranstaltungen (Auszug) 17.-19. Juni: Internationale Konferenz "Technologie und Management zur Sicherstellung von nachhaltiger Landwirtschaft, Agrosystemen, Forstwirtschaft und Sicherheit" in Reggio Calabria, Italien. Web: http://www.ciosta.unirc.it 9.-10. Juli: Internationale Konferenz "Die Zukunft der Berggebiete geht alle an!" in Krün (Bayern), Deutschland. Web: http://www.konferenz-zukunft-berggebiete.de 12.-16. Juli : IALE Konferenz 2009: "Europäische Landschaften im Wandel: Herausforderungen für Landschafts-Ökologie und -Management", Salzburg. Österreich. Kontakt: secretariat@iale2009.eu; Web: http://www.iale2009.eu/ 20.-23. August: Internationales Seminar zur Agrobiodiversitat "Innovative Aspekte zur In-Situ Erhaltung". Jahrestagung von SAVE Foundation und SAVE Netzwerk in Gent, Belgien. Besuch der EU-Institutionen in Brüssel und der Living Heritage Expo der belgischen Partnerorganisation SLE (siehe nachfolgende Zeile). Kontakt: info@monitoring.eu.com 23. August: 13. Jahres-Expo "Lebendiges Erbgut" in der Provinzdomäne Puyenbroeck in Wachtebeke, Gent, Belgien. Alle gefährdeten belgischen Rassen werden aufgeführt. Kontakt: staf.vandenbergh@skynet.be, Web: http://www.sle.be 24.-.27 August: 60. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Tierzucht (EAAP), Barcelona, Spanien. Web: http://www.eaap2009.org 2.-3. September: 2. Sommeruniversität über Zugpferde (Universités d'été du Cheval de Trait), Institut Lasalle de Beauvais dans l'Oise (60), Frankreich. Web: http://www.equiterra.fr 8.-10. September: "Responding to the challenge of a changing world". Zweite "World Seed Conference" in Rom, Italien, zum Thema "Die Rolle von neuen Pflanzensorten und qualitativ hochstehendem Saatgut in der Landwirtschaft". Web: http://www.worldseedconference.org 17.-20. September: EFCF Konferenz "Die Bedeutung von Tieren in unserer modernen Gesellschaft " in Hilvarenbeek, Niederlande. Kontakt: pvandervalk@skbn.net, Web: http://www.cityfarms.org/events.html 21.-22. September: 11. BIOECON Jahres-konferenz zu "Wirtschaftliche Instrumente zur Verbesserung der Erhaltung und der nachhaltigen Nutzung der Biodiversität", Venedig, Italien. Kontakt: ughetta.molin@feem.it, Web: http://www.bioecon.ucl.ac.uk/04_11_ann-conf.htm 25. September: 7. Regionale Balkan-Messe "Agro-Biodiversität und ländliches Erbe" in Dimitrovgrad, Serbien; Schau von zahlreichen alten Balkanrassen. Kontakt: balkanika@ptt.yu 29. September: Europäischer Tag der AgroBiodiversität (EAD). PR-Anlass zur Förderung der AgroBiodiversität. Verschiedene Aktivitäten der SAVE Netzwerk-Organisationen und anderer Stakeholder in ihren jeweiligen Ländern, dieses Jahr zum Thema "Arca-Net - das europäische Arche-Netzwerk". Kontakt: info@monitoring.eu.com 2.-4. Oktober: Internationale Konferenz "Die Esel- und Maulesel-Kultur: Kampf ums Überleben in der modernen Zeit". Insel Hydra (bei Athen), Griechenland. Kontakt: arsenosg@vet.auth.gr, Web: http://www.geocities.com/DonkeyConference/ 10.-12. Oktober: Europom 2009 in Bilzen (Limburg), Belgien; Kontakt: info@boomgardenstichting.be, Web: http://www.europom.be 28.-29. Oktober: TERRA MADRE Österreich: Internationaler Biodiversitäts-Kongress und "Markt der Vielfalt" in Wien, Österreich. Kontakt: info@arche-noah.at, Web: http://www.slowfoodwien.at 7. November: Fachkurs Erhaltungszucht gefährdeter Nuttierrassen, Aarau Schweiz. Kontakt: philippe.ammann@prospecierara.ch 9.-13. November: 2009 TDWG Jahreskonferenz "e-Wissen über Biodiversität und Landwirtschaft". Montpellier, Frankreich. Kontakt: tdwg2009@agropolis.fr, Web: http://www.tdwg.org/conference2009 13. November: SWIFCOB 9 -Tagung "Vielfalt statt Einfalt: Biodiversität wirkt", in Bern, Schweiz. Kontakt: pauli@scnat.ch 13.-15. November: Internationales Pomologentreffen auf dem Arenenberg TG, Schweiz. Kontakt: klaus.gersbach@gmx.ch, Web: http://www.fructus.ch
2010: 27.-29. März: 5. Europäisches Saatguttreffen "Zukunft säen - Vielfalt ernten", in Graz, Österreich. Web: http://www.arche-noah.at/etomite/index.php?id=137#zukunftsaen 15.-17. September: Forum Carpaticum, in Krakau, Polen. Kontakt: jkozak@gis.geo.uj.edu.pl
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Weitere Auskünfte sind erhältlich bei:
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26.6.2009 |
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SAVE Head
Office office(at)save-foundation.net
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