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 eNews: Juni 2015

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Fundus Agri-Cultura Alpina ist startbereit

Das traditionelle landwirtschaftliche Wissen im deutschsprachigen Alpenraum hat jetzt eine Adresse im Internet: www.fundus-agricultura.wiki. SAVE Foundation baut in den kommenden drei Jahren mit Unterstützung von fachkundigen Freiwilligen ein umfassendes Online-Kompendium zum traditionellen Wissen über alte Sorten und Rassen im (vorerst) deutschsprachigen Alpenraum auf (Österreich, Schweiz, Liechtenstein, in Deutschland die Regionen Freiburg, Oberbayern, Schwaben und Tübingen, in Italien Südtirol). Es soll nach dieser Startphase, ganz dem Wikipedia-Prinzip folgend, von Ehrenamtlichen getragen werden.

Die elektronische Infrastruktur ist aufgebaut, erste Beiträge sind aufgeschaltet: www.fundus-agricultura.wiki ist startbereit. Jetzt geht es vor allem darum, fachkundige Mitarbeiterinnen und Mitwirkende zu gewinnen, die auf ehrenamtlicher Basis einen Beitrag zur Rettung eines grossen immateriellen Kulturerbes der Menschheit leisten: das traditionelle landwirtschaftliche Wissen im Alpenraum. Was sich über viele Jahrhunderte entwickelt und bewährt hatte, darf nicht auf dem Altar einer intensiven Landwirtschaft geopfert werden, die binnen weniger Jahrzehnte auch im Alpenraum die Produktion grundlegend verändert hat. Vieles ist geleistet worden in den letzten 30 Jahren. Vor allem um den Erhalt alter Rassen und Sorten kümmern sich Fachleute und fachkundige Laien gleichermassen. Doch es mangelt nach wie vor an Ressourcen und einer stärkeren Vernetzung über die Landesgrenzen hinweg. Schlechter ist es um das traditionelle Wissen bestellt. Entscheidende Kulturtechniken und das identitätsstiftende Brauchtum, geraten zunehmend in Vergessenheit.

Hier setzt www.fundus-agricultura.wiki an: Fachleute und fachkundige Laien sollen auf freiwilliger Basis gemeinsam eine Enzyklopädie aufbauen, die das traditionelle landwirtschaftliche Wissen im Alpenraum bündelt und im Internet für alle Interessierten zugänglich macht. Das Ziel ist ehrgeizig, denn die Enzyklopädie soll nach einer auf drei Jahre befristeten, von verschiedenen Institutionen finanzierten, Startphase von den Nutzerinnen und Nutzern selbst getragen werden. Es braucht deshalb vor allem zu Beginn die Starthilfe und die Expertise von Fachleuten in allen relevanten Institutionen, seien sie staatlicher oder privater Natur. Denn eines soll www.fundus-agricultura.wiki nicht sein: eine Plattform der Beliebigkeit, in der Relevantes und Irrelevantes nicht konsequent getrennt werden. Kochrezepte oder unqualifizierte Beiträge wird es deshalb auf www.fundus-agricultura.wiki kaum geben. Die Webseite ist in die vier Kategorien Pflanzen, Tiere, Kulturtechniken und Brauchtum gegliedert.

Die aufwendigen Arbeiten zum Aufbau der elektro- nischen Infrastruktur im Hintergrund, Sicherheit der Daten und bedienungsfreundliche, auch Computer- Neulingen gerechte Erfassung, sind abgeschlossen. www.fundus-agricultura.wiki basiert auf dem Wiki- Prinzip. Das heisst: Alle Interessierten im Alpenraum sind herzlich eingeladen, mitzutun. Die Registrierung erfolgt über ein Formular auf der Webseite für jeweils eine der vier Kategorien. Damit soll verhindert werden, dass unqualifizierte Beiträge verfasst werden, die nicht in den Kernbereich des Verfassers oder der Verfasserin gehören. Benutzername und Passwort werden per e-mail zugesandt. Die Nutzungsrechte dieser ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eingeschränkt. Es können nur Beiträge verfasst oder überarbeitet, nicht aber freigeschaltet werden.

Für die Freischaltung sind vier Fachredaktionen zuständig, die sich aus Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete zusammensetzen. Sie redigieren und korrigieren Beiträge und diskutieren die Inhalte untereinander oder mit den Autorinnen und Autoren. Sie können auch eigene Beiträge verfassen und freigeben. Diese Qualitätssicherung ist von entscheidender Bedeutung. www.fundus- agricultura.wiki soll wissenschaftlichen Anforderungen möglichst gerecht werden, dabei aber auch für Laien verständlich bleiben.

Dem Kernteam um Projektleiterin Waltraud Kugler, das sich im vergangenen Dezember gebildet hat, gehören in der Regel auch die Fachexpertinnen und –experten der vier Kategorien Pflanzen, Tiere, Kulturtechniken und Brauchtum an. Noch sind nicht alle Gremien ausreichend besetzt. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte bei der Projektleitung.

In den nächsten T agen erhalten Kernteam-Mitglieder und Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertreter weiterer Institutionen elektronische, teils auch schriftliche Post. Es geht in den nächsten Wochen vor allem darum, www.fundus-agricultura.wiki einer interessierten Öffentlichkeit bekannt zu machen und ehrenamtliche Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen. Das dürfte in dieser Projektphase vor allem in den Kreisen der Vereine, Stiftungen und staatlichen Forschungs- und Beratungsstellen aussichtsreich sein. Grundsätzlich steht das Projekt aber auch anderen interessierten Fachkundigen zur Teilnahme offen. Wenden Sie sich gerne an:
Waltraud Kugler office@save-foundation.net oder Urs Fitze seegrund@yahoo.com

 

Alte Sorten in jungen Händen: Obstvielfalt in Siebenbuürgen

183 Obstsorten wurden im Rahmen des Projektes "Nachhaltige Landwirtschaft in abgelegenen Gebie- ten von Rumänien: Erhaltung und Wertsteigerung von alten Obstsorten" in Siebenbürgen erfasst. Unterstützt wurde das Projekt durch den EU-Erweiterungsbeitrag der Schweiz (Schweizerisch- Rumänisches Kooperationsprogramm). Mit dem Projekt, initiiert durch SAVE Foundation und dem Projektpartner vor Ort, dem Mihai Eminescu Trust (MET), wird den alten Obstsorten in Siebenbürgen endlich wieder mehr öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Dies in nahezu letzter Minute, denn vieles von dem, was einst vorhanden war, ist bereits unwiederbringlich verschwunden. Recherchen vor Ort und in der Literatur, ein Treffen von Experten und erste Schritten zu einer Vernetzung potentieller und bestehender Akteure sowie eine Liste mit seltenen regionaltypischen Apfelsorten wurde bereits ab 2011 erstellt. Im Obstbauinstitut Bistrița wurden im April 2013 22 Obstsorten mit Pfropfreisern auf Hochstamm-Unterlagen gepfropft. Die Jungbäume wurden im Winter 2014/2015 in Malmkrog (Mălâncrav) direkt am neu entstandenen Obstlehrpfad sowie im Schulgarten des Dorfes Homorod (Hamruden, Kreis Brasov) ausgepflanzt. Vorgesehen ist eine weitere Pflanzung im äusseren Ring der Kirchenburg Birthälm (Birtannen).

Im Rahmen des Projektes wurden die Menschen vor Ort auf ihre Obsttradition aufmerksam. Auch seitens der rumänischen Universitäten und botanischen Gärten wurde Interesse geweckt sowie auf internationaler Ebene bei den europäischen Pomologen. Somit ist das Projekt als voller Erfolg im Sinne der Erhaltung alter Sorten sowie hinsichtlich der Aktivierung der Zivilbevölkerung. Das Projekt wäre ohne die Unterstützung vieler Spender so nicht zustande gekommen. SAVE Foundation konnte durch die (zeitaufwendigen) Recherchen und Vorarbeiten ein schlüssiges Gesamtbild erarbeiten, das die rumänischen Partner in ihr „whole village concept“ erfolgreich eingebunden haben.

Aktivitäten vor Ort:

  • Workshop mit Interessengruppen und Experten incl. der Planung von Massnahmen und Prioritäten mit lokalen Partnern (August 2013).
  • Vorbereitung von Suchlisten und Sortenmeldebögen durch SAVE Foundation; Anwendung vor Ort durch MET Mitarbeiter in verschiedenen Dörfern Siebenbürgens.
  • Sortenbestimmungsanlass mit einheimischen Experten (Herbst 2013).
  • Inventar der gefundenen Sorten als Download auf Deutsch und auf Rumänisch: (www.agrobiodiversity.net).
  • Pfropfkurs mit Zertifikat und Kursmaterial mit über 30 Teilnehmern aus 5 Dörfern und 2 Städten Siebenbürgens.
  • Einrichtung eines 3 km langen Obstlehrpfades im Malmkrog.
  • Aufbau einer Primärsammlung angrenzend an den Lehrpfad.
  • Demonstrations- und Schulungsgarten auf dem Gelände des Schulhauses Homorod (Hamruden, Kreis Brasov), Unterrichtsmaterial für die Lehrkräfte und Schüler.
  • „Apple Day“ (Oktober 2014): Siebenbürger Sorten wurden gezeigt und probiert, sowie mehr als ein Dutzend Schweizer Sorten zum Vergleich.
  • Gründung des Vereins „Asociatia Livezile Transilvaniei – Association Orchards of Transylvania”.
  • Flyer „Obstgarten Malmkrog“ auf Deutsch, Englisch und Rumänisch
  • Informationen zum Projekt sind auf www.agrobiodiversity.net → Fruit Varieties.

Die Zukunft wird zeigen, wie der neu gegründete Verein die Erhaltungsarbeit fortsetzen wird. Bereits in Mitteleuropa ist es schwierig, Menschen zur Freiwilligenarbeit zu motivieren. Noch ausgeprägter ist dies in Siebenbürgen der Fall. Hier hat man in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit offiziellen Körperschaften gemacht. Andererseits herrscht Armut, Arbeitslosigkeit und teilweise auch Hoffnungslosigkeit in Siebenbürgen.

Übrigens: auch Nicht-Rumänen können Mitglieder oder Sponsoren des Vereins „Asociatia Livezile Transilvaniei – Association Orchards of Transylvania” werden:
Wenden Sie sich an: Daniel Marton Alexandru - 0744.572325, office@livadamalancrav.ro (rumänisch, englisch).

Wir danken für die Unterstützung dieses Erhaltungsprojektes, das buchstäblich in letzter Minute einen genetischen Schatz von europäischer Bedeutung zu bewahren geholfen hat, insbesondere danken wir der Heidehof Stiftung, Deutschland und dem Schweizerisch-Rumänischen Kooperationsprogram

 

Gefährdete Karpaten-Rinder

In den ukrainischen und rumänischen Karpaten gibt es Regionen, die sehr schwer erreichbar sind. In diesem kaum entwickelten, schwach besiedelten Randgebiet leben die meisten Menschen als Kleinbauern und Selbstversorger. Die Höfe bestehen aus kleinen Gärten, grünen Häusern und einigen Haustieren, darunter Pferde, Kühe, Schweine und Hühner. Dank der Abgeschiedenheit vieler dieser Siedlungen erhalten sich nicht nur Traditionen, sondern auch alte Haustierrassen. Dazu zählt beispielsweise eine untersetzte Bergrindrasse, die im Flachland ausgestorben, aber auch in der Bergregion akut bedroht ist. Die rar gewordenen Tiere leben vereinzelt in der Ukrainischen Provinz Transkarpatien, in Hutsulshina, einem unwegsamen Hochgebirgsteil in der Westukraine und in den rumänischen Provinzen Maramures, Bukovina und Moldawien.

Die Rinder werden in zwei Gruppen unterteilt: Eine Gruppe besiedelt Transkarpatien und die höheren Berggebiete von Zentralrumänien, die andere Gruppe ist im Hochgebirge Hutsulshina.

Klein und wild
Bevor Schweizer und Montafoner Braunvieh als Leistungsrassen importiert wurden, hielten die Bergbewohner in Transkarapatien, die Ruthenen, kleine, wendige Bergrinder, die perfekt angepasst waren. Sie werden in den rumänischen Karpaten Mocanitsa, in der Ukraine Risca genannt, erreichten eine Widerristhöhe von höchstens 115 Zentimetern und haben eine kompakte Statur. Die Fellfarbe ist eine Mischung aus schwarz, dunkelbraun und rot und vermittelt den Eindruck einer gewissen Wildheit. Der Kopf ist länglich, die Hörner sind kurz, dünn und himmelwärts gerichtet. Die Augen sind ausdruckstark, die Zunge schwarz. Die Nase hat eine helle Farbe und über den Rücken zieht sich ein heller Streifen. Die Bergrinder widerstehen dem harten Klima und begnügen sich mit bescheidenen Futtermengen. Der Euter ist klein. Sie geben täglich nur drei bis sechs Liter Milch, aber sie ist süsslich, geschmacksvoll und mit hohem Fett- und Proteingehalt. Heute dominieren in den tieferen Regionen Holsteiner, Simmentaler und Pinzgauer, in höher gelegenen Regionen die Buro-Karpatenrinder. Sie wurden aus den kleinen einheimischen Rindern und importierten Swiss Brown heraus gekreuzt. Alte ukrainische Fotografien von Anfang des 20. Jahrhunderts belegen aber, dass damals noch die kleinen einheimischen Rinder in Transkarpatien dominierten. Daraus lässt sich schliessen, dass die heute als Risca oder Mocanistsa bekannte Rasse jene der alten weit verbreiteten Rasse ist. Die Risca-Rinder zeigen übrigens starke Ähnlichkeiten mit anderen kurzhornigen Bergrindern, zum Beispiel den Busha-Rindern.

Zwar sind sowohl in den ukrainischen wie auch den rumänischen Karpaten Exemplare der selten gewordenen Bergrinder zu finden, aber in den rumänischen Karpaten sind die genetischen Einflüsse anderer Rassen stärker. Zudem zeigen die Gene der Transkarpaten-Rinder kein homogenes Bild, aber die Unterschiede sind nur klein. Sie variieren etwas in der Grösse, bei der Farbe der Ohren oder der Ausrichtung der Hörner. Der Gesamteindruck ist sehr ähnlich.

Die Rinder in der Hutsulshina
Die Lebensbedingungen in der Husulshina sind noch härter als in den Karpaten. Die Berge sind höher, die Winter kälter und die Vegetation weniger fruchtbar. Die einheimische Bevölkerung wird Huzul genannt. Die Menschen verdienen als Schäfer ihren Lebensunterhalt. Sie sind noch stärker als in Transkarpatien Selbstversorger und deshalb existentiell von Tieren abhängig, die perfekt der Umgebung angepasst sind. Mit den importierten Pinzgauern wurde in jüngerer Zeit eine Rasse namens Dorna herausgezüchtet. Trotzdem gibt es in Hutsulshina noch einige alte Rinder, die scheinbar noch über die ursprüngliche genetische Basis verfügen. Wie sehr sie noch der ursprünglichen Bergrasse entsprechen, ist schwer zu bestimmen. Jedenfalls wurden diese ursprünglichen Tiere, die sich von den Mocanitsa unterscheiden, sowohl in Rumänien wie auch der Ukraine gefunden. Die Rinder der Huzulen fallen durch ihre sehr kurzen Beine auf. Sie bringen es auf eine Widerristhöhe von maximal 110 Zentimetern. Im Vergleich zur Höhe ist der Körper lang, rundlich und stark, wirkt aber wenig athletisch. Der Kopf ist klein und länglich. Der Euter ist gut entwickelt. Die Tiere geben täglich bis 10 Liter Milch. Sie haben eine dunkle, braunschwarze Farbe, die oberen Teile des hinteren Viertels haben rotbraune Schattierungen. Gespräche mit Einheimischen zeigen, dass die Rinder schon seit Generationen gezüchtet wurden. Aber auch Pinzgauer wurden schon vor langer Zeit angesiedelt und es ist meist schwierig zu erkennen, wie stark der Einfluss von fremdem Erbmaterial ist. Die phänotypischen Funde legen nahe, dass einige der entdeckten Rinder der ursprünglichen Rinderrasse der Huzulen entsprechen, bevor neue Rinderrassen eingekreuzt wurden.

Unabhängig von den feinen Unterschieden zwischen diesen kurzhornigen Bergrassen in Rumänien und der Ukraine steht fest, dass die Tiere vom Aussterben bedroht sind. Weder sind sie vom Gewicht, noch von der Milchleistung her wirtschaftlich interessant. Zudem sind sie nicht als unabhängige Rinderrasse anerkannt. Die Kühe werden mit Samen von attraktiveren Rassen gedeckt und es gibt von den ursprünglichen Bergrindern zu wenige interessante und rassenreine Stiere. Um die Tiere und ihre einmaligen genetischen und charakterlichen Eigenschaften zu schützen, müssen die noch vorhandenen rassenreinen Einzeltiere gefunden und ein Zuchtprogramm aufgebaut werden. Wenn man die Tiere sich selbst überlässt, werden die Bergrinder in den Karpaten bald ausgestorben sein.

 

Das SAVE Netzwerkbüro stellt sich vor

>Anfang des Jahres wurde das SAVE Netzwerkbüro von Konstanz, Deutschland, nach Wageningen in die Dreijenlaan 2, Niederlande, verlegt. Hier ist auch der Sitz der Universität Wageningen. Im gleichen Gebäude befindet sich die Abteilung für Genetik, wo Generationen von niederländischen Studenten der Agrarwissenschaft in die strengen Prinzipien der Genetik eingeführt wurden.
 
Mit grossem Respekt für die hervorragende Arbeit, die unsere Deutschen und Schweizer Kollegen für den Auf- und Ausbau des SAVE Netzwerkes geleistet haben, wollen wir es nun von hier aus weiterentwickeln. Damit ist, entsprechend der Entscheidung des Board of Directors vom September letzten Jahres, das Netzwerkbüro formal vom Projektbüro getrennt. Selbstverständlich wird auch weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Büros zum Nutzen von SAVE und seine Mitgliedsorganisationen bestehen. Die Zielrichtung des Netzwerkbüros ist die Stärkung und Weiterentwicklung des SAVE-Netzwerkes sowie eine Verbesserung der Zusammenarbeit und Leistungen für die beteiligten Partner. Daher war unser Kickoff ein Konsultationsprojekt, um herauszufinden, wie ein erfolgreiches SAVE Netzwerk aufgebaut und betrieben werden kann. Die Ergebnisse dieser Befragung werden durch ein Team von MSc Studierenden der Universität Wageningen auf der Jahrestagung in Griechenland im kommenden September präsentiert und ausführlich diskutiert werden.

Wer wir sind
Das aktuelle SAVE Netzwerk-Büro-Team besteht aus drei Freiwilligen und einer Teilzeitmitarbeiterin. Auf dem Bild rechts ist Geert Boink, Vorsitzender der Stichting Zeldzame Huisdierrassen (SZH). Nach seiner Pensionierung als Tierarzt übernahm Geert den Vorsitz der SZH und 2013 auch den Vorstitz im SAVE Stiftungsrat. Neben Geert ist Nonja Remijn, Projektleiterin der SZH. Nonja wird ihre beruflichen Fähigkeiten auch für das Netzwerkbüro einsetzen. Albert Meijering, links neben Nonja, ist pensionierter Forschungs- und Beratungs-Manager und Senior Policy Officer. Er ist Vorstandsmitglied der SZH und dafür zuständig, das SAVE Netzwerk zu koordinieren. Auf der linken Seite ist Obe Bootsma. Obe ist Vorsitzender von OERAKKER und er baute ein Netzwerk von 100 Initativen zur Erhaltung und Förderung der alten holländischen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Pflanzenvielfalt auf. Wir gehen davon aus, dass wir in Zukunft mehr professionelle Unterstützung brauchen, um unsere Ziele umzusetzen. Wir freuen uns, dies in Griechenland mit unseren Partnern zu diskutieren. Wir sehen uns im September!


Adresse:
SAVE Network Office Gebouw De Valk
Dreijenlaan 2
6703 HA Wageningen

 

Kurznachrichten

SAVE Foundation Jahrestagung

Wie bereits angekündigt, findet die Jahrestagung des europäischen SAVE Netzwerkes und das 9. Europäische Seminar zur Agrobiodiversität 2015 im Nationalpark Kerkini, Griechenland, statt. Die Unterlagen zur Anmeldung sind abrufbar unter: save-foundation.net.
Entgegen unserer Ankündigung in den letzten SAVE eNews, hat sich das Datum aus technischen Gründen um einen Tag verschoben. Die Jahrestagung findet statt vom 10. – 12. September 2015. Bitte beachten Sie auch, dass anschliessend eine 2-tägige „Post-Workshop-Tour“ zum Prespasee vorgesehen ist. Die Anmeldung hierfür ist ebenfalls in der Einladung enthalten und muss separat ausgefüllt werden. Bitte registrieren Sie sich so bald wie möglich, damit unsere griechischen Partner entsprechend planen können. Wir freuen uns auf ein spannendes Seminarprogramm zum Thema „Nicht erfasste und isolierte Populationen“ sowie die persönlichen Gespräche!

Landrassen fördern Biodiversität auf dem Acker

Eine Gruppe von französischen Wissenschaftlern untersuchte, ob eine höhere genetische Vielfalt des Saatgutes in einem Feld mit Brotweizen (Triticum aestivum) auch die Vielfalt Arthropoden und Wildpflanzen erhöht. Es wurde ein Feld mit einer genetisch homogenen Sorte mit einem Feld einer typischen Landsortenmischung verglichen. Damit wurde zum ersten Mal gezeigt, dass die die Vielfalt von sowohl unterirdischen (collembola) als auch oberirdischen Arthropoden (Spinnen und räuberische Laufkäfer) in einem Feld mit Landsorten höher ist. Eine grössere genetische Heterogenität von angebauten Sorten kann also das Bodenleben und damit die Biodiversität auf Ackerböden maßgeblich beeinflussen. Bemerkenswert ist ferner, dass alle Felder biologisch bewirtschaftet wurden. Die Studie ist als Download im Internet abrufbar:
hal.archives-ouvertes.fr Carole Chateil, Isabelle Goldringer, L'ea Tarallo, Christian Kerbiriou, Isabelle Le Viol, et al. Crop genetic diversity benefits farmland biodiversity in cultivated fields. Agriculture, Ecosystems and Environment, Elsevier Masson, 2013

EU ländliche Entwicklung

Das EU Netzwerk für ländliche Ent- wicklung hat eine Broschüre über die Projektpriori- täten 2014 – 2020 herausgegeben. Es gibt 6 ver- schiedene Prioritäten, die in Fallbeispielen beschreiben werden. Die Broschüre ist im Moment nur auf Englisch erhältlich. In Kürze werden aber auch weitere Sprachen zur Verfügung stehen. Die ENRD Webseite ist generell eine gute Quelle für Projektmöglichkeiten im ländlichen Raum: enrd.ec.europa.eu.

 

Veranstaltungen (Auszug)

5. - 8. Juli 2015: Seeds for future generations - Determinants of longevity. Seed Longevity Workshop; International Society for Seed Science (ISSS), Werningerode, GER, Web: www.meetings.ipk-gatersleben.de

7. - 9. Juli 2015: Conference: Mountain Forest Management in a Changing World, Smokovce, High Tatra Mountains, Slovakia, Web: www.nlcsk.sk/mfm-conference
The conference will provide the opportunity to present and discuss the potentials and limitations of current and possible future approaches to mountain forest management for providing portfolios of ecosystem services under current and future climatic and socio-economic conditions.

7. - 10. Juli 2015: Our Common Future under Climate Change. Paris, France; Web: www.commonfuture-paris2015.org

10. - 12. Juli 2015: Build your ark: on the path to Self-Sufficiency in Food and Energy; Ecocentre ICPPC (Internat. Coalition to protect the polish Countryside), Stryszow / Polen; Web: www.eko-cel.pl

2. - 6. August 2015, ICBB: 27th Congress for Conservation Biology and 4th European Congress for Conservation Biology: Mission Biodiversity: Choosing new paths for conservation. Montpellier, France, Web: www.iccb-eccb2015.org, contact: iccb-eccb2015@agropolis.fr

20. - 22. August 2015: Internationaler Streuobstkongress „Birnenleben“, Schloss Hotel Zeillern Schloss-Straße 1, 3311 Zeillern/Österreich; Web: www.moststrasse.mostviertel.at

31. August - 4. September 2015, Innovation in Livestock Production from Ideas to Practice: 66th Annual Meeting of the European Federation of Animal Science (EAAP), Campus of the Warsaw University of Life Sciences SGGW. Polish Society of Animal Production, Web: eaap2015.syskonf.pl

10. - 12. September, “Unrecognised and Isolated Populations of rare Breeds and Varieties” 9th European Semionar on Agrobiodiversity and Annual Meeting of the European SAVE Network, at Lake Kerkini National Park, Greece. Contact: albert.meijering@save-network.com

=> weitere Daten unter www.save-foundation.net

SAVE Foundation, Projekt-Büro,
Neugasse 30, CH-9000 St.Gallen/Schweiz
E-Mail:
office@save-foundation.net

 

SAVE Netzwerkbüro
Gebouw De Valk
Dreijenlaan 2
6703 HA Wageningen

office@save-foundation.net

 

22.06.2015